Wie wir in Zukunft dank neuer Technologie Produkte herstellen

In Zukunft werden wir Produkte nicht mehr einfach kaufen. In Zukunft werden wir Produkte einfach selber herstellen. Die Macher der Zukunft nutzen die Technologie, um Produkte selbst herzustellen. Wer sind die Menschen, die Produkte mit Hilfe von Technologie selbst herstellen? Eine Dokumentation über die Demokratisierung von Produktion und Innovation.

Sinkende Material- und Werkzeugkosten sowie die Verfügbarkeit aller Arten von Informationen bedeuten, dass jeder Hersteller, Entwickler oder Unternehmer werden kann. Ist dies der Beginn einer neuen industriellen Revolution?

Die rasante technologische Entwicklung hat nicht nur Wissen für jedermann zugänglich gemacht, sondern auch Werkzeuge für die Herstellung von Produkten aller Art. Eine neue Generation von Erfindern und Herstellern wächst heran, die die Dinge selbst in die Hand nimmt und auf Dachböden, in Schuppen und in kleinen Labors innovativ und produktiv ist. Wird diese neue Entwicklung in der Gesellschaft zu einer Demokratisierung von Innovation und Produktion führen oder sollten wir eher skeptisch sein, wenn es darum geht was die neuen Macher in ihren eigenen High-Tech-Labors vorhaben? Was bedeutet die Macher-Gesellschaft für unsere Wirtschaft?

Hobbyisten und Mechaniker gab es schon immer, aber in letzter Zeit ist es viel einfacher geworden, um Produkte selbst herzustellen. Unterstützt durch den Aufstieg der digitalen Fertigung und die unbegrenzte Menge an Wissen, die über das Internet verfügbar ist, kann nun jeder das schaffen und entwickeln, was zuvor großen Fabriken und Forschungslaboren vorbehalten war. Große Organisationen wie die NASA suchen nach technologischen Innovationen auf Messen wie der Maker Faire, auf der die wachsende Gruppe von Machern zeigt, was sie zu Hause hergestellt haben. Und die Anzahl dieser Macher steigt stetig.

Weil der 3D-Druck noch zu wenig Möglichkeiten bot, kam dem Amsterdamer Designer Joris Laarman die Idee, seinen eigenen Stuhl zusammenzustellen. Dies immer noch mit Hilfe eines 3D-Druckers, der Einzelteile für einen funktionellen Stuhl druckt. Bei Shapeways kann man hingegen alles drucken, was man will, von Kunststoff bis Metall ist alles möglich, sodass ganz neue Geschäftszweige entstanden sind. Digitalisierung bedeutet jedoch nicht, dass wir nur mit der Herstellung von Produkten beschäftigt sind: Die Analyse von genetischem Material ist in den letzten Jahren so günstig geworden, dass Do-It-Yourself-Labors entstanden sind. Jeder kann beispielsweise lernen, Bakterien genetisch zu manipulieren.

Wie sieht die Welt aus, wenn jeder ohne große Investitionen physische Produkte entwickeln und herstellen kann? Laut Jeremy Rifkin, Autor des Buches « The Zero Marginal Cost Society », wird dies zu einer neuen wirtschaftlichen Revolution führen, in der der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, eine viel geringere Rolle spielen wird.

Originaltitel: De nieuwe makers

© Ursprünglich ausgestrahlt von VPRO im September 2014

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Recherche: Chris Vijn
Produktion: Helen Goossens
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Die deutschen, englischen, französischen und spanischen Untertitel werden von der Europäischen Union mitfinanziert.

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